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Monika Herbrand

 

 

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Gemälde

... basteln, malen, zeichnen, das Erleben vielfältiger Möglichkeiten, starre Materialien, Dinge, Sachen in neue lebendige Erscheinungen zu leiten, fasziniert mich. Ausdrucksweise von Empfindung und Wahrnehmung greifbar.

In Erinnerung an meine Schulzeit, gibt es gedankliche Momente, die der künstlerischen Andersheit immer wieder Ausdruck schenkt. Im zweiten Schuljahr war eine Hausaufgabe, einen kleinen Text aus der Fibel handschriftlich ins Schreibheft zu übertragen, was ich auch tat. In der Fibel stand auf der rechten Seite der abzuschreibende Text und auf der ganzen linken Seite war nur ein Bild, welches die Aussage des Textes ausdrückte. Im Unterricht bei der Hausaufgabenüberprüfung, stockte meine Klassenlehrerin, mein aufgeschlagenes Heft sah genauso aus, wie die aufgeschlagene Fibel. Sie war fassungslos und konnte nicht glauben, das diese "Kopie" durch meine Hand entstand. Das Schulheft wurde dem Schuldirektor vorgelegt, doch niemand konnte auch nur erahnen, das ich ein so anderes Kind bin.
Auf der Weiterführendenschule bot ich meinen Lehrern weiter Kunstwerke, mal wieder Note Eins, aber es gab auch vieles, welches ich nicht umsetzen konnte. Eins blieb - Kopieren - perfekt!

Niemand wusste, dass ich Autist bin, ich auch nicht. Mein "Anderssein" hat erst seit dem Jahr 2006 den Namen - Autismus -. Das Wort hat vieles verständlicher gemacht, aber nicht leichter.
Sehr viele Jahre ruhten meine Hände, mit ihrer künstlerischen Ausdrucksweise. In einem stillen, in mich gekehrten Moment, fing ich wieder an, Holzbuntstifte mit meiner Hand über ein Blatt Papier zu führen. Es entstand das "Erste" - Die Welt.
Erfreut über das Wissen, dass meine künstlerische Ausdrucksweise immer noch in mir ist, sie war halt nur für lange Zeit verborgen, ruhte in mir, fing ich wieder an gemalte Bilder zu erschaffen. Bilder die ich heute male oder zeichne, entstehen nie bewusst oder mit Ideen. Manchmal überkommt mich ein Impuls zu Malmaterialien zu greifen, ich fange an zu malen, was entsteht, ich weiß es nicht! Geleitet von meinem Inneren, entsteht ein Bild. Jedes Bild betrachte ich sehr lange nach seiner Fertigstellung, bekannte Vertrautheit. Jedes Bild ist ein Teil meiner Seele, das unbewusste Bewusste greifbar gemacht.

Zu meinen Bildern, die ich mit Holzbuntstiften zeichnete, sagte man mir, diese Bilder wirken wie von einem Kind gemalt.
Vielleicht?! Oder mir Sicherheit?! Das Kind lebt in mir - Autismus, es wird auch als Entwicklungsstörung benannt.
Da ich mit meinem Alter von 42 Jahren, in der Erwachsendenaltersstufe zugehörig bin, wagte ich den Versuch, neue Malmaterialien und Techniken mir anzueignen. Ob meine Bilder nun immer noch "Kinderbilder" oder doch schon "Erwachsendenbilder" sind, kann ich nicht beurteilen.

Eine Kunsttherapie ermöglichte mir, meine künstlerischen Fähigkeiten durch neue Malmaterialien und Techniken zu erweitern. Ziel der Kunsttherapie war es jedoch, einen besseren Umgang mit Reizüberflutungen zu erarbeiten. Malen als Möglichkeit, um wieder ein Gleichgewicht zwischen Überreizung und Starre zu finden.
Viele Malmaterialien sind mir jetzt vertraut und wann immer ein Impuls kommt, werde ich eins von ihnen auswählen und meiner Hand mit ihrer Sinneswahrnehmung freien Lauf lassen...
 

 

 

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24.04.2011

Ich wünsche Ihnen viel Freude in meiner Wirklichkeit ...